Wien (APA) – Die schleppenden Kollektivvertrags-Verhandlungen haben am Mittwochnachmittag zwischen 15.000 und 25.000 Arbeitnehmer in Wien auf die Straße gebracht. Angeführt von ÖGB-Chef Foglar und AK-Präsident Tumpel zogen die Demonstranten bei strahlenden Sonnenschein vom Schwarzenbergplatz – dem Sitz der Industriellenvereinigung – zur Wiedner Hauptstraße, wo die Wirtschaftskammer ihren Hauptsitz hat.
Foglar fand dabei klare Worte für die Kritiker der Protestveranstaltung: „Wir demonstrieren wie wir wollen, wann wir wollen und wo wir wollen.“ Zuvor hatte Vizekanzler Finanzminister Pröll gemeint: „Ich hätte einen anderen Weg gewählt, weil ja noch nicht einmal Verhandlungen abgebrochen worden sind.“ Wirtschaftsminister Mitterlehner zeigte sich „einigermaßen enttäuscht“. Er finde Demonstrationen zum jetzigen Zeitpunkt für überzogen.
Alle Redner erinnerten beim Protest der Arbeitnehmer daran, dass es in zehn Branchen trotz zahlreicher Verhandlungsrunden noch keine Einigung gegeben habe, wobei die IT-Beschäftigten schon fünf Gesprächsrunden hinter sich hätten und die Drucker gar acht. Besonders viel Applaus erntete der oberste Post-Gewerkschafter Robert Wurm. „Wir sind nur die Vorhut, die Gewerkschaft ist eine Kampforganisation. Wir lassen uns nichts gefallen!“, meinte Wurm.
Zuvor hatten Belegschaftsvertreter das Verhalten der Arbeitgeberseite als eine „Schweinerei“ und „Frechheit“ bezeichnet. Es wurde darauf verwiesen, dass alleine im Vorjahr die börsenotierten Unternehmen in Österreich 1,9 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausgeschüttet hätten. Die Auswirkungen der Demo auf den Verkehr hielten sich laut Polizei in Grenzen.
Die Industriellenvereinigung konterte den Demonstranten mit der Präsentation einer GfK-Umfrage in ihrem Auftrag, wonach nur neun Prozent der Bevölkerung zu keinem Lohnverzicht bereit seien. Und die Wirtschaftskammer empfing den Protestzug mit folgendem Plakat am Hauptquartier: „Seriös verhandeln ja – Schüren von Emotionen nein.“
16. Mai 2009 um 01:12 |
[...] hier, bei den KollegInnen von E+E Elektronik, die aus Oberösterreich angereist sind. Ein weiterer Eintrag ist im Blog der Schöller Bleckmann [...]
18. Mai 2009 um 08:47 |
[...] großer Andrang bei der Demo schreiben die KollegInnen von Schoeller Bleckmann Oilfield: “Zuvor hatten Belegschaftsvertreter das Verhalten der Arbeitgeberseite als eine [...]
19. Mai 2009 um 23:31 |
Hallo Kollegen, habe mir erlaubt euren Artikel in unserem blog zu veröffentlichen.Gruss,Klaus
9. Juni 2009 um 00:01 |
[...] ein junges BR-Blog ist am Start, nur dass BR der Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH nicht neu am Start sondern eingespielt und professionell ist. Und gleich nach Blogstart liefern die KollegInnen auch schon eine Bericht von der 13. Mai Demo samt Bild und eingebettetem Video: “Alle Redner erinnerten beim Protest der Arbeitnehmer daran, dass es in zehn Branchen trotz zahlreich…“ [...]